Kriterium Planmäßigkeit der Forschungszulage erklärt
Was bedeutet 'planmäßig' bei der Forschungszulage? Definition, Praxisbeispiele & Mini-Checkliste für eine BSFZ-taugliche Vorhabenbeschreibung.
Viele Innovationsprojekte wirken nach außen "wie normale Produktentwicklung". Für die Forschungszulage ist aber zentral, ob euer Vorhaben technische Unsicherheiten lösen muss. Genau hier trennt die BSFZ typischerweise Routine (nicht förderfähig) von echter Innovation mit technischem Risiko (häufig förderfähig).
Kurz: Ohne Ungewissheit keine förderfähige Innovation im Sinne der Forschungszulage.
Mehr Kontext:
Im Sinne der Forschungszulage ist ein Vorhaben "ungewiss", wenn es zu Beginn keine präzise Vorhersage gibt über:
Zeit/Kosten (Kontext zu Aufwänden):
Wichtig: Die BSFZ fasst die Einzelaspekte (neuartig, schöpferisch, ungewiss, planmäßig, reproduzierbar) in der Praxis in drei Oberkriterien zusammen: Neuartigkeit, Risiko/Unwägbarkeit und Planmäßigkeit. "Ungewiss" steckt dabei vor allem im Kriterium Risiko/Unwägbarkeit.
Risiko/Unwägbarkeit (Voraussetzungen):
Technisches Risiko (Kontext):
Typische Missverständnisse:
Merksatz: Ungewissheit muss sich auf wissenschaftliche/technische Hemmnisse beziehen, die im Extremfall zum Scheitern führen könnten.
Praxisbeispiele:
Software/KI-Kontext:
Eher ungewiss (förderfähig möglich):
Eher nicht ungewiss (meist nicht förderfähig):
Ungewiss meist erfüllt, solange der Prototyp/die Anlage dazu dient,
Sobald die Testphase abgeschlossen ist und es "nur noch" Richtung Produktion/Nullserie geht, endet häufig der förderfähige Teil.
Kann ungewiss sein, wenn Datenerhebung/-analyse integraler Bestandteil der technischen Lösung ist, z. B.:
Meist nicht ungewiss, wenn:
Hilfen zur Vorhabenbeschreibung:
Beschreibt nicht nur "was ihr baut", sondern warum es technisch unsicher ist:
Wenn ihr möchtet, könnt ihr eure Ungewissheit oft in 2–3 Sätzen so strukturieren:
Die Forschungszulage ist eine steuerliche Innovationsförderung für Unternehmen – technologieoffen und praxisnah. Der Prozess ist typischerweise zweistufig:
Wenn ihr das Kriterium "Ungewiss" sauber herausarbeitet, wird der Weg zur Bescheinigung oft deutlich einfacher.
Mehr dazu (intern):
Offizielle Informationen:
Dass zu Beginn unklar ist, ob und wie das technische Ziel erreicht werden kann. Es geht um wissenschaftliche/technische Unsicherheiten, nicht um Markt- oder Preisrisiken.
Nein, nicht allein. Zeit/Kosten können ein Begleiteffekt technischer Ungewissheit sein – entscheidend ist aber, dass die Machbarkeit oder das technische Ergebnis unsicher ist.
Nein. Ungewissheit bedeutet gerade, dass ein Scheitern möglich ist. Ein Abbruch oder Misserfolg ist kein Ausschlusskriterium, wenn die FuE-/Innovationskriterien erfüllt sind. ( /blog/forschungszulage-abgelehnt-was-tun)
Meist nicht. Standardimplementierungen, Customizing, Integration und Routineentwicklung gelten in der Regel nicht als ungewiss. Ungewissheit entsteht typischerweise erst bei neuen Algorithmen, neuer Architektur, ungewöhnlichen Zielkonflikten oder ungelösten technischen Hürden.
Wir helfen dir, dein Innovationsvorhaben so zu strukturieren, dass Ungewissheit (technisches Risiko), Neuartigkeit und Planmäßigkeit im Antrag klar und prüfbar dargestellt sind – damit du die Forschungszulage bestmöglich nutzen kannst. ( /guides/berechnung)
Schreib uns kurz, worum es geht, wir melden uns persönlich und unverbindlich bei dir.
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