Personenmonat bei der Forschungszulage – Einfach erklärt
Was ist ein Personenmonat (PM)? Berechnung, Zusammenhang mit Personalkosten & typische Fehler bei der Forschungszulage. Mit Beispielrechnung.
In der Praxis scheitert die Förderung selten an der Idee – sondern daran, dass Kosten und speziell auch Personalkosten nicht sauber dem Innovationsvorhaben zugeordnet oder nicht lückenlos dokumentiert werden. Wer hier sauber arbeitet, holt oft schnell fünf- bis sechsstellige Beträge zurück – auch wenn das Unternehmen gerade keine Gewinne macht (Auszahlung/Erstattung ist möglich, wenn die Zulage die Steuer übersteigt).
Für die Forschungszulage Personalkosten zählen vor allem:
Wichtig: Entscheidend ist nicht Jobtitel oder Abteilung, sondern die tatsächliche Tätigkeit im Innovationsvorhaben.
Forschungszulage Personalkosten berechnen: So ermittelst du den förderfähigen Anteil
Die Berechnung folgt in der Praxis einem klaren Prinzip:
Wie kommst du auf den Projektzeitanteil? So rechnet die Rechenhilfe im Video unten: Im Zähler stehen die FuE-Stunden aus der Zeiterfassung, und zwar nur die im begünstigten Vorhaben (eine Messevorbereitung zählt zum Beispiel nicht). Im Nenner stehen die verfügbaren Stunden: Arbeitstage abzüglich Feiertage, Urlaub, Krankheit und sonstiger Abwesenheiten. In der vereinfachten Beispielrechnung für 2024 (Berlin, 40-Stunden-Woche) bleiben von 262 Arbeitstagen 212 übrig, also 212 × 8 h = 1.696 verfügbare Stunden. Bei 1.272 FuE-Stunden ergibt das einen Anteil von 75,0%. Welche Methode für dein Unternehmen passt, stimmst du am besten mit deiner Steuerberatung ab.
Die Rechenhilfe bestimmt den FuE-Anteil einer Person mit einer Formel: FuE-Stunden geteilt durch verfügbare Stunden.
Die Rechenhilfe steht unter Vorbehalt: Die abschließende Prüfung und rechtliche Bewertung liegt bei der Steuerberatung. Beispielwerte für 2024, Berlin, 40-Stunden-Woche, vereinfachte Darstellung.
Mini-Beispiel für nach der Änderung im März 2024 (ein Mitarbeiter)
Für die Planung ist das wichtig:
Damit Personalkosten anerkannt werden, braucht es eine plausible, konsistente und prüfbare Grundlage – typischerweise:
Unterlagen, um Personalkosten berechnen und belegen zu können: Zeiterfassung, Lohnkonto, Projektstruktur.
Wenn du gerade erst startest: Unsere Forschungszulage-Beratung übernimmt genau diese Zuordnung, von der Rollenlogik im Team bis zur lückenlosen, nachvollziehbaren Ablage der Stundennachweise. Dafür ziehen wir Lohnjournal und Arbeitszeiten heran, rechnen die Stunden je Person und Vorhaben durch und geben dir eine Einschätzung unter Vorbehalt, welche Anteile ansetzbar sind. Abschließend prüft das dein Steuerberater.
Antrag & Ablauf: In zwei Stufen (BSFZ + Finanzamt)
Die Forschungszulage läuft zweistufig:
Offizielles Portal: https://www.bescheinigung-forschungszulage.de/
Gut zu wissen: Die Zulage wird auf die Steuerschuld angerechnet – und ausgezahlt, wenn sie höher ist als die festgesetzte Steuer.
Förderfähig sind vor allem lohnsteuerpflichtige Löhne/Gehälter der Mitarbeitenden im Innovationsvorhaben plus bestimmte Arbeitgeberleistungen zur Zukunftssicherung (z. B. relevante Sozialversicherungsanteile).
Du brauchst (1) die Gesamt-Personalkosten pro Person und (2) einen nachweisbaren Projektzeitanteil. Förderfähig ist dann: Kosten × Projektanteil.
Standard sind 25%, für KMU (bei Erfüllung der Kriterien und Antrag) 35%.
Ja. Wenn die Forschungszulage höher ist als die Steuer, wird der Differenzbetrag in der Regel ausgezahlt.
Bei der BSFZ über das offizielle Portal: https://www.bescheinigung-forschungszulage.de/
Schreib uns kurz, worum es geht, wir melden uns persönlich und unverbindlich bei dir.
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