
Forschungszulage für Software- und KI-Unternehmen: F&E finanzieren, ohne Anteile abzugeben
Systemarchitektur, Skalierung unter Last, Modell- und Retrieval-Qualität, robuste Daten- und MLOps-Pipelines: In Software- und KI-Teams steckt die Entwicklungsarbeit in den Köpfen, nicht im Labor. Genau dort wirkt die Forschungszulage am stärksten, mit 25% der förderfähigen F&E-Kosten zurück, für KMU 35%. Sie greift bis zu 4 Jahre rückwirkend und auch dann, wenn ihr noch keinen Gewinn macht.
- erfolgsbasiert
- 100%erfolgsbasiert
- rückwirkend möglich
- 4 Jahrerückwirkend möglich
- Erfolgsquote unserer Anträge
- 92%Erfolgsquote unserer Anträge
Software stellt die meisten Antragsteller
Die BSFZ-Zahlen räumen mit dem Bild auf, die Forschungszulage sei etwas für Laborforschung: Die meisten antragstellenden Unternehmen kommen aus den IT-Dienstleistungen.
Antragstellende Unternehmen
haben bis 30.06.2026 insgesamt 63.718 Vorhaben bei der BSFZ beantragt
Davon aus IT-Dienstleistungen
der größte Wirtschaftszweig, vor dem Maschinenbau mit 3.069 Unternehmen
Antragsteller Elektronik & Optik
dazu fast genauso viele (1.174) aus Informationsdienstleistungen
Kleinstunternehmen
dazu 31% kleine Unternehmen, Startups sind keine Randgruppe
Stand: BSFZ-Statistik, Datenstand 30.06.2026 (abgerufen am 26.08.2026). Erfolgsquoten: BMBF-Schreiben vom 24.06.2024, Stand Mai 2024.
Erfolgsquote im Vergleich
Produkt-, Prozess- und Software-Innovationen sind also ein zentraler Treiber der Forschungszulage. Ein hoher Branchenanteil heißt aber nicht, dass Anträge durchgewinkt werden: Rund ein Viertel der Vorhaben wird abgelehnt, meist wegen schwach begründeter Neuheit und Ungewissheit, fehlender Systematik in der Darstellung oder unklarer Abgrenzung zwischen Routine und F&E. Bei Software- und KI-Projekten trifft genau das besonders oft zu.
Welche Software- und KI-Projekte förderfähig sind
Nicht die Branche entscheidet, sondern die drei Prüfkriterien der BSFZ. „Wir entwickeln Software“ oder „wir arbeiten mit KI“ reicht dafür nicht, ein echter technischer Fortschritt im Kern des Vorhabens schon. Was hinter den einzelnen Merkmalen steckt:
Zuverlässige, DSGVO-konforme Agenten
Agenten und Chatbots für Dokumenten- und Kundenprozesse, deren Zuverlässigkeits- und Datenschutzanforderungen mit Standardlösungen nicht erreichbar sind.
Retrieval und RAG-Qualität
Neue Verfahren für Retrieval, Halluzinationsreduktion, Guardrails und Evaluation, wenn eure Zielwerte mit Standard-RAG nicht erreicht werden.
Daten, Labeling, Synthetic Data
Technisch neue Ansätze für Datenaufbereitung, Labeling und synthetische Daten, inklusive Privacy-by-Design.
MLOps unter Realbedingungen
Robuste Deployments, Monitoring, Drift-Detection und sichere Modell-Updates, deren Verhalten sich erst im Betrieb messen lässt.
Spezialisierte Modelle für regulierte Domänen
Modelle und Algorithmen für Industrie, Medizin, Legal oder Finance mit nachweisbaren technischen Hürden.
Skalierung und Performance
Architekturarbeit, bei der Latenz, Durchsatz oder Kosten pro Anfrage unter Realbedingungen technisch ungewiss sind.
Verteilte Systeme und Datenverarbeitung
Event-getriebene Architekturen und Echtzeit- oder Massendatenverarbeitung, bei denen Konsistenz, Durchsatz und Ausfallsicherheit erst im Zusammenspiel der Komponenten entschieden werden.
Algorithmen für komplexe Fachlogik
Optimierung, Planung oder Simulation im Kern eurer Software, wenn Standardverfahren an Laufzeit, Genauigkeit oder Problemgröße scheitern.
Schnittstellen mit echtem technischem Risiko
Integrationen in undokumentierte Legacy-, Maschinen- oder Fachsysteme, bei denen verlässliche Synchronisation und Datenkonsistenz technisch offen sind. Standard-API-Anbindungen zählen nicht dazu.
Unsicher, ob euer Vorhaben über den Stand der Technik hinausgeht? Das lässt sich im Gespräch schnell klären, 5 Minuten reichen für eine erste Einschätzung.
Förderfähigkeit im Call prüfenWelche Kosten bei Software- und KI-Teams zählen
In Software- und KI-Unternehmen steckt der Großteil der förderfähigen Kosten in Entwicklungs-, Data- und ML-Zeit. Genau deshalb wirkt die Forschungszulage hier stark, auch lange bevor nennenswerte Umsätze fließen.
- Personalkosten
- Zu 100% ansetzbar: Data, ML, Engineering, anteilig nach der Zeit im F&E-Vorhaben
- Auftragsforschung
- 70% des Entgelts externer F&E-Aufträge (für Aufwendungen bis 27.03.2024: 60%), Auftragnehmer mit Sitz in EU/EWR. Für Auftragnehmer außerhalb des EWR gilt das nicht
- Gemeinkostenpauschale
- 20% pauschal auf die direkten Projektkosten, für Vorhaben mit Beginn ab 2026
- Eigenleistungen
- 100€/h für Tätigkeiten ab 2026 (bis Ende 2025: 70€/h), für Einzelunternehmer und Mitunternehmer, max. 40 Stunden pro Woche
- Fördersatz
- 25% der förderfähigen Aufwendungen, 35% für KMU
- Bemessungsgrundlage
- Bis 12 Mio.€ pro Jahr ab 2026 (28.03.2024 bis Ende 2025: 10 Mio.€, davor 4 Mio.€); bei rückwirkenden Anträgen gelten die damaligen Höchstbeträge
- Auch ohne Steuerlast
- Die Zulage wird über den Steuerbescheid angerechnet und kann als Auszahlung wirken. Wie sie sich konkret auswirkt, hängt vom Einzelfall ab
Häufige Zweifel
Die Zweifel, die Software- und KI-Teams ausbremsen
Was wir in Erstgesprächen mit Software- und KI-Teams immer wieder hören, und was tatsächlich gilt:
„Wir bauen doch nur Software, das ist keine Forschung.“
Softwareentwicklung mit offenem technischem Ausgang ist der Regelfall der Forschungszulage, nicht die Ausnahme: IT-Dienstleistungen stellen die größte Gruppe der Antragsteller, noch vor dem Maschinenbau. Entscheidend ist nicht das Etikett auf eurem Produkt, sondern ob im Kern eine technische Ungewissheit steckt.
„Wir arbeiten mit vorhandenen Modellen und Bibliotheken, das kann nicht förderfähig sein.“
Ihr müsst nicht bei null anfangen. Gefragt ist die technische Ungewissheit im Kern: Robustheit in Edge-Cases, Fehlerraten unterhalb dessen, was Standardkomponenten liefern, Datenschutzanforderungen, die vorhandene Lösungen nicht erfüllen, Skalierung unter Realbedingungen. Dazu Zielwerte, an denen sich das messen lässt.
„Wir haben keine Forschungsabteilung und keine Doktoranden im Team.“
Die Förderfähigkeit hängt am Vorhaben, nicht am Organigramm. Ein Drittel der Antragsteller sind Kleinstunternehmen, gezählt wird die F&E-Zeit eures bestehenden Teams, auch anteilig neben dem Produktgeschäft.
Ihr erkennt euch in einem dieser Sätze wieder? Dann klären wir im Call, was bei euch tatsächlich zählt.
Förderfähigkeit im Call prüfen8 Vorteile
Warum ist die Forschungszulage eine gute Fördermöglichkeit?
Im Vergleich zu klassischen Förderprogrammen ist die Forschungszulage für die meisten Unternehmen die bessere Wahl.
- 1
Rechtsanspruch
Kein Wettbewerb um Budgets: Wenn die Kriterien erfüllt sind, muss gefördert werden.
- 2
Bis zu 4 Jahre rückwirkend
Auch abgeschlossene Projekte können noch gefördert werden.
- 3
Branchenoffen
Software, Maschinenbau, MedTech, Bau: F&E ist F&E, egal in welcher Branche.
- 4
Auch ohne Gewinn
Keine Steuerlast nötig, die Zulage wird als Gutschrift ausgezahlt.
- 5
Weniger Bürokratie
Kein Projektplan vorab, keine Zwischenberichte, kein Verwendungsnachweis.
- 6
Voll digitaler Prozess
Antrag über BSFZ-Portal und ELSTER, kein Papier, kein Postweg.
- 7
Thematisch offen
Kein starrer Themenkatalog: Produktentwicklung, Prozessinnovation, alles zählt.
- 8
Breite Kostenbasis
Personalkosten, Auftragsforschung und Wirtschaftsgüter sind förderfähig.
Aus der Praxis
Echte Projekte aus dieser Branche, mit den tatsächlich bewilligten Fördersummen.
KI-gestützte Sprachdokumentation für die Pflege. 315.000€ Forschungszulage für die Weiterentwicklung ihrer KI-Modelle.
Event-Plattform für Echtzeit-Interaktionen mit tausenden Teilnehmern. 167.000€ für die Weiterentwicklung ihrer Technologie.
Häufige Fragen von Software- und KI-Teams
Sprecht mit Leuten, die euren Stack verstehen
Im Erstgespräch klären wir, welche eurer Software- und KI-Projekte über den Stand der Technik hinausgehen und welche Kosten ihr realistisch ansetzen könnt. 5 Minuten reichen für eine erste Einschätzung, ohne dass eure Entwickler dafür Tage investieren.
Weitere Branchen
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