
Forschungszulage für MedTech & HealthTech: F&E fördern, Regulatorik sauber trennen
Implantate, Sensorik, KI-Diagnostik, Interoperabilität: In MedTech und HealthTech steckt die teure Arbeit in Iterationen, Validierung und Schnittstellen, nicht im Label auf dem Produkt. Genau diese Arbeit fördert die Forschungszulage mit 25%, für KMU 35% der förderfähigen F&E-Kosten. Die Kunst liegt darin, den Entwicklungsanteil von Zulassung und Compliance abzugrenzen. Wir übernehmen den Antrag, ihr investiert weniger als 5 Stunden in 4 Calls.
- Fördersatz für KMU
- 35%Fördersatz für KMU
- erfolgsbasiert
- 100%erfolgsbasiert
- Erfolgsquote unserer Anträge
- 92%Erfolgsquote unserer Anträge
Was in MedTech und HealthTech als förderfähig gilt
Entscheidend ist nie das Label („KI“, „MedTech“, „digital“), sondern die Frage, welche technische Ungewissheit ihr planmäßig löst und wie ihr das nachweisbar macht. Genau daran prüft die BSFZ, entlang von drei Kriterien. Was die einzelnen Merkmale bedeuten:
Medizinprodukte und Implantate
Neue Implantate, Werkstoffe oder Oberflächenstrukturen, deren Verhalten im Einsatz erst über systematische Versuchsreihen belastbar wird.
Miniaturisierte Sensorik
Sensoren an der Grenze von Baugröße, Signalqualität und Energiebedarf, bei denen offen ist, ob die geforderte Messgenauigkeit erreichbar ist.
KI-gestützte Diagnostik
Bild- und Signalanalyse, bei der Erkennungsrate, Robustheit und Bias erst an realen klinischen Daten geklärt werden.
Interoperabilität und Schnittstellen
Anbindung an KIS, PVS und Geräte, wenn dahinter echte technische Risiken stecken. Das Anbinden einer Standard-API allein reicht nicht.
Digitale Versorgungslösungen
Telemedizin, digitale Therapiebegleitung oder Patientenmanagement mit neuer Entscheidungslogik und datengetriebenen Modellen, nicht bloße Implementierung.
Herstell- und Prüfprozesse
Fertigungs- oder Prüfverfahren für Medizinprodukte, deren Prozessfenster und Reproduzierbarkeit ihr erst erarbeiten müsst.
Ihr wisst nicht, wo bei euch die Grenze zwischen Entwicklung und Regulatorik verläuft? Genau das ordnen wir im Call ein, 5 Minuten reichen für eine erste Einschätzung.
Abgrenzung im Call klärenWelche Kosten ihr ansetzen könnt
In MedTech und HealthTech liegt der Aufwand meist bei den Köpfen: Entwicklung, Datenarbeit, Validierung, Integration. Ab 2026 kommen Gemeinkosten pauschal dazu, allerdings an eine Bedingung geknüpft.
- Personalkosten
- Zu 100% ansetzbar: Entwicklung, Algorithmen, Datenaufbereitung, Test und Validierung, anteilig nach F&E-Zeit
- Auftragsforschung
- 70% des Entgelts externer F&E-Aufträge (für Aufwendungen bis 27.03.2024: 60%), etwa Speziallabore oder Entwicklungspartner, Auftragnehmer mit Sitz in EU/EWR
- Abschreibungen
- Auf neu angeschaffte bewegliche Wirtschaftsgüter bei ausschließlicher F&E-Nutzung, etwa Prüf- und Messtechnik (Anschaffung nach dem 27.03.2024)
- Gemeinkostenpauschale
- 20% pauschal auf die direkten Projektkosten, aber nur für Vorhaben mit Beginn ab 2026. Laufende Projekte profitieren nicht automatisch
- Eigenleistungen
- 100€/h für Tätigkeiten ab 2026 (bis Ende 2025: 70€/h), für Einzelunternehmer und Mitunternehmer, max. 40 Stunden pro Woche
- Fördersatz
- 25% der förderfähigen Aufwendungen, 35% für KMU
- Bemessungsgrundlage
- Bis 12 Mio.€ pro Jahr ab 2026 (28.03.2024 bis Ende 2025: 10 Mio.€, davor 4 Mio.€); bei rückwirkenden Anträgen gelten die damaligen Höchstbeträge
Häufige Zweifel
Die typischen MedTech-Irrtümer
Drei Sätze, die in Erstgesprächen fast immer fallen, und was wirklich gilt:
„Wir entwickeln ein Produkt, keine Studie.“
Für die Forschungszulage braucht ihr weder eine klinische Studie noch eine Publikation. Gefördert wird die Entwicklungsarbeit selbst, sobald sie eine offene technische Frage klärt, etwa bei Werkstoff, Oberfläche, Miniaturisierung, Sensorik oder Algorithmus.
„Wir machen Software, das ist keine Forschung.“
Die Forschungszulage ist technologieoffen. Algorithmenentwicklung, Robustheits- und Bias-Arbeit, Datenaufbereitung und Systemintegration mit nachweisbarem technischem Risiko können F&E sein. Nicht förderfähig sind dagegen UI/UX-Arbeit und das Anbinden von Standard-Schnittstellen ohne technische Ungewissheit.
„Unsere Entwicklung ist doch nur Anpassung an die Norm.“
Eine Norm zu kennen ist Routine, ihre Werte zu erreichen oft nicht. Wenn ihr dafür Material, Konstruktion, Sensorik oder Algorithmus neu auslegen und im Versuch absichern müsst, steckt genau dort die technische Ungewissheit, auf die es ankommt. Die regulatorische Arbeit rundherum bleibt außen vor, sie wird im Antrag sauber abgegrenzt.
Ihr erkennt euch in einem dieser Sätze wieder? Dann klären wir im Call, was bei euch tatsächlich zählt.
Förderfähigkeit im Call prüfen8 Vorteile
Warum ist die Forschungszulage eine gute Fördermöglichkeit?
Im Vergleich zu klassischen Förderprogrammen ist die Forschungszulage für die meisten Unternehmen die bessere Wahl.
- 1
Rechtsanspruch
Kein Wettbewerb um Budgets: Wenn die Kriterien erfüllt sind, muss gefördert werden.
- 2
Bis zu 4 Jahre rückwirkend
Auch abgeschlossene Projekte können noch gefördert werden.
- 3
Branchenoffen
Software, Maschinenbau, MedTech, Bau: F&E ist F&E, egal in welcher Branche.
- 4
Auch ohne Gewinn
Keine Steuerlast nötig, die Zulage wird als Gutschrift ausgezahlt.
- 5
Weniger Bürokratie
Kein Projektplan vorab, keine Zwischenberichte, kein Verwendungsnachweis.
- 6
Voll digitaler Prozess
Antrag über BSFZ-Portal und ELSTER, kein Papier, kein Postweg.
- 7
Thematisch offen
Kein starrer Themenkatalog: Produktentwicklung, Prozessinnovation, alles zählt.
- 8
Breite Kostenbasis
Personalkosten, Auftragsforschung und Wirtschaftsgüter sind förderfähig.
Aus der Praxis
Echte Projekte aus dieser Branche, mit den tatsächlich bewilligten Fördersummen.
Mobile Körperscanner: virtuelle Kopie des Körpers, Haltungsanalyse und gesundheitsrelevante Parameter in einem Messvorgang. 280.000€ Forschungszulage für die Entwicklung der 3D-Körperscanner.
KI-gestützte Sprachdokumentation für die Pflege. 315.000€ Forschungszulage für die Weiterentwicklung ihrer KI-Modelle.
Häufige Fragen aus MedTech & HealthTech
Klärt zuerst, was bei euch wirklich F&E ist
Im Erstgespräch ordnen wir eure Entwicklungsprojekte ein: welcher Teil förderfähig ist, wo die Grenze zur Zulassungsarbeit verläuft und welche Kosten ihr realistisch ansetzen könnt. 5 Minuten reichen für eine erste Einschätzung.
Weitere Branchen
Förderfähige F&E sieht in jeder Branche anders aus. Hier findest du, was in den anderen Branchen zählt.

Maschinenbau
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Software- und KI-Unternehmen
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Bauunternehmen
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Automobilindustrie
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