Abfüll- und Prozesslinie einer Lebensmittelfabrik aus Edelstahl

Forschungszulage in der Lebensmittelindustrie: Was ihr Produktentwicklung nennt, ist oft F&E

Zuckerreduktion bei gleicher Textur, ein stabiler Prozess nach dem Scale-up, längere Haltbarkeit über Verpackung oder Prozessparameter: In der Lebensmittelindustrie steckt F&E selten im Labor, sondern in Rezeptur, Verfahrenstechnik, QS und Verpackung. Genau diese Arbeit fördert die Forschungszulage mit 25%, für KMU 35% der förderfähigen F&E-Kosten. Eine eigene F&E-Abteilung braucht ihr dafür nicht, euer Aufwand sind 4 Calls unter 5 Stunden.

Ø Förderung unserer Kunden pro Jahr
400.000€Ø Förderung unserer Kunden pro Jahr
Fördersatz für KMU
35%Fördersatz für KMU
Erfolgsquote unserer Anträge
92%Erfolgsquote unserer Anträge

Wo in der Lebensmittelproduktion F&E steckt

Über die Bescheinigung entscheiden die drei Prüfkriterien der BSFZ. Nicht das Etikett „Forschung“ zählt, sondern die offene technische Frage im Vorhaben. Was die einzelnen Merkmale bedeuten:

NeuartigkeitSchöpferischUngewissheitPlanmäßigkeit

Rezepturentwicklung und Reformulierung

Weniger Zucker, Salz oder Fett, Clean Label: Sobald Textur, Sensorik und Haltbarkeit erst über Versuchsreihen wieder zusammenpassen, ist das mehr als Rezeptur-Feintuning.

Neue Zutaten und Rohstoffe

Pflanzliche Proteine, Fermentation, Algen. Wie sich eine neue Zutat im bestehenden Prozess verhält, zeigt sich meist erst im Versuch, nicht im Datenblatt.

Verfahren und Anlagen

Neue Prozessführung, Regelkonzepte, weniger Energie, Wasser und Ausschuss: förderfähig, wenn Stabilität oder Reproduzierbarkeit vorher offen sind.

Scale-up vom Labor in die Linie

Was im Labormaßstab funktioniert, kippt auf der Produktionslinie. Die Übertragung ist ein eigenes Vorhaben, inklusive schwankender Rohstoffchargen.

Haltbarkeit und Verpackung

Shelf-Life über Verpackungsaufbau, Schutzatmosphäre oder Prozessparameter verlängern, mit messbaren Qualitäts- und Sicherheitskriterien statt Bauchgefühl.

Analytik, Inline-Messtechnik und QS

Neue Nachweismethoden für Kontaminanten oder Allergene, Inline-Messtechnik, datenbasierte Qualitätsmodelle, Rückverfolgbarkeit gegen Food Fraud.

Auch die Versuche, die nicht funktioniert haben, gehören in den Antrag: Sie belegen die technische Ungewissheit. Entscheidend ist, dass die F&E-Arbeiten sauber von der laufenden Produktion abgegrenzt und über die Laufzeit dokumentiert sind.

Unklar, ob eure Entwicklung noch Routine ist oder schon F&E? Genau diese Abgrenzung klären wir im Call, 5 Minuten reichen für eine erste Einschätzung.

Vorhaben einordnen lassen

Welche Kosten ihr ansetzen könnt

Der größte Block sind die Personalkosten der Beteiligten. In dieser Branche kommt fast immer ein zweiter Hebel dazu: Analytik, Institute, Hochschulen und Pilotanlagen laufen über Auftragsforschung.

Personalkosten
Zu 100% ansetzbar, anteilig nach F&E-Zeit: Produktentwicklung, Verfahrenstechnik, QS, Technik und Produktion, soweit sie im Vorhaben mitarbeiten
Auftragsforschung
70% des Entgelts externer F&E-Aufträge an Labore, Institute oder Hochschulen mit Sitz in EU/EWR (für Aufwendungen bis 27.03.2024: 60%)
Gemeinkostenpauschale
20% pauschal auf die direkten Projektkosten, für Vorhaben mit Beginn ab 2026
Eigenleistungen
100€/h für Tätigkeiten ab 2026 (bis Ende 2025: 70€/h), für Einzelunternehmer und Mitunternehmer, max. 40 Stunden pro Woche
Fördersatz
25% der förderfähigen Aufwendungen, 35% für KMU
Bemessungsgrundlage
Bis 12 Mio.€ pro Jahr ab 2026 (28.03.2024 bis Ende 2025: 10 Mio.€, davor 4 Mio.€); bei rückwirkenden Anträgen gelten die damaligen Höchstbeträge

Häufige Zweifel

„Wir stellen doch nur her, wir forschen nicht“

Drei Sätze, die in Erstgesprächen mit Lebensmittelherstellern fast immer fallen, und was wirklich gilt:

„Wir haben keine F&E-Abteilung, also kommt das für uns nicht in Frage.“

Die Förderfähigkeit hängt am Vorhaben, nicht an der Organisationsform. Wenn Produktentwicklung, Verfahrenstechnik oder QS an einer offenen technischen Frage arbeiten, zählt genau diese Zeit, auch anteilig neben dem Tagesgeschäft.

„Das Projekt ist längst abgeschlossen, dafür ist es zu spät.“

Anders als bei Zuschussprogrammen muss die Forschungszulage nicht vor Projektstart beantragt werden. Aufwendungen der letzten Jahre lassen sich rückwirkend geltend machen, solange die Festsetzungsfrist des jeweiligen Steuerbescheids läuft, regelmäßig 4 Jahre.

„Wir haben QS-Dokumentation, keine Projektdokumentation.“

Versuchspläne, Messdaten, Verkostungsprotokolle und Prozessparameter liegen meist ohnehin vor, nur sortiert nach Charge oder Anlage statt nach Vorhaben. Die projektbezogene Zusammenführung samt Zeiterfassung entscheidet später darüber, wie ruhig die Prüfung durch das Finanzamt verläuft.

Ihr erkennt euch in einem dieser Sätze wieder? Dann klären wir im Call, was bei euch tatsächlich zählt.

Förderfähigkeit im Call prüfen

8 Vorteile

Warum ist die Forschungszulage eine gute Fördermöglichkeit?

Im Vergleich zu klassischen Förderprogrammen ist die Forschungszulage für die meisten Unternehmen die bessere Wahl.

  • 1

    Rechtsanspruch

    Kein Wettbewerb um Budgets: Wenn die Kriterien erfüllt sind, muss gefördert werden.

  • 2

    Bis zu 4 Jahre rückwirkend

    Auch abgeschlossene Projekte können noch gefördert werden.

  • 3

    Branchenoffen

    Software, Maschinenbau, MedTech, Bau: F&E ist F&E, egal in welcher Branche.

  • 4

    Auch ohne Gewinn

    Keine Steuerlast nötig, die Zulage wird als Gutschrift ausgezahlt.

  • 5

    Weniger Bürokratie

    Kein Projektplan vorab, keine Zwischenberichte, kein Verwendungsnachweis.

  • 6

    Voll digitaler Prozess

    Antrag über BSFZ-Portal und ELSTER, kein Papier, kein Postweg.

  • 7

    Thematisch offen

    Kein starrer Themenkatalog: Produktentwicklung, Prozessinnovation, alles zählt.

  • 8

    Breite Kostenbasis

    Personalkosten, Auftragsforschung und Wirtschaftsgüter sind förderfähig.

Häufige Fragen aus der Lebensmittelindustrie

Oft ja, wenn dabei eine technische Unsicherheit gelöst werden muss, etwa bei Stabilität, Textur, Haltbarkeit oder Prozessanpassung, und ihr das Vorhaben systematisch als F&E bearbeitet. Eine reine Geschmacksvariante auf Basis bekannter Technologie reicht nicht.
Nein. Entscheidend ist, ob im Projekt F&E-Tätigkeiten stattfinden und sauber dokumentiert werden, nicht die Organisationsform. Auch Teams aus Produktion, Qualitätssicherung, Verfahrenstechnik oder Produktentwicklung leisten relevante Arbeit im F&E-Kontext, sofern sie als solche abgegrenzt ist.
Häufig ja. Gerade in der Lebensmittelindustrie lohnt der Blick zurück, weil die Forschungszulage im Gegensatz zu vielen Zuschüssen nicht vor Projektstart beantragt werden muss. Rückwirkend geht das, solange die Festsetzungsfrist des jeweiligen Steuerbescheids läuft, regelmäßig 4 Jahre.
Ja, und in dieser Branche ist das ein wichtiger Hebel, weil Analytik, Verfahrensversuche und Prototyping oft extern laufen. Angesetzt werden 70% des Entgelts, wenn der Auftragnehmer seinen Sitz in der EU oder im EWR hat, für Aufwendungen bis zum 27.03.2024 waren es 60%.
Eine klare Projektbeschreibung mit Ausgangslage, Ziel und der zentralen technischen Ungewissheit, eine nachvollziehbare Abgrenzung der F&E-Arbeiten gegenüber der laufenden Produktion, Zeit- und Ressourcenerfassung der Beteiligten, Versuchspläne mit Ergebnissen inklusive der Iterationen, die nicht funktioniert haben, sowie eine fortlaufende technische Dokumentation.
Zweistufig. Zuerst prüft die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) fachlich, ob F&E vorliegt; hier lässt sich bei Rückfragen nachbessern. Danach wird die Zulage im steuerlichen Verfahren beim Finanzamt geltend gemacht, und erst dessen Bescheid ist die endgültige Entscheidung über Höhe und Anrechnung.

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Im Erstgespräch klären wir, welche eurer Entwicklungsprojekte die drei Kriterien erfüllen und welche Kosten ihr realistisch ansetzen könnt. 5 Minuten reichen für eine erste Einschätzung.

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