
Forschungszulage für Bauunternehmen: Entwicklung im Bau ist förderfähig
Neue Betonrezepturen, serielles Bauen, automatisierte Bauprozesse, KI in der Bauablaufplanung: F&E im Bau passiert selten im Labor, sondern im Technikum, im Baubüro und auf der Baustelle. Genau diese Arbeit fördert die Forschungszulage mit 25%, für KMU 35% der förderfähigen F&E-Kosten. Anders als ein Zuschuss hängt sie an keinem Fördertopf, sondern ist ein steuerlicher Rechtsanspruch. Euer Aufwand: 4 Calls, insgesamt unter 5 Stunden.
- Fördersatz für KMU
- 35%Fördersatz für KMU
- rückwirkend möglich
- 4 Jahrerückwirkend möglich
- erfolgsbasiert
- 100%erfolgsbasiert
Was im Bau als förderfähig gilt
Die BSFZ prüft jedes Vorhaben an drei Kriterien. Entscheidend ist nicht, ob ihr eine Forschungsabteilung habt, sondern ob ihr eine technische Frage löst, deren Ausgang offen ist. Was die einzelnen Merkmale bedeuten:
Betonrezepturen und CO₂-reduzierte Bindemittel
Neue Rezepturen und Verfahren, bei denen Festigkeit, Abbindeverhalten oder Dauerhaftigkeit erst über Versuchsreihen abgesichert werden können.
Serielles und modulares Bauen
Vorgefertigte Bauteile und neue Fügeprinzipien, deren Toleranzen, Bauphysik und Montageablauf technisch noch nicht abgesichert sind.
Automatisierte Baustellenprozesse
Prototyping und Erprobung automatisierter Abläufe auf der Baustelle, bei denen erst der Versuch zeigt, ob das Verfahren trägt.
KI und Sensorik im Bauablauf
Algorithmen für Prognose, Qualitätskontrolle oder Sensorauswertung, deren Ergebnisgüte unter Baustellenbedingungen ungewiss ist.
Neue Baustoffe
Entwicklung von Baustoffen und Bauteilen, auch bei Zulieferern und Baustoffunternehmen, inklusive der Erprobung bis zur Zertifizierungsreife.
Mess- und Prüfverfahren
Zustandsdiagnostik und zerstörungsfreie Prüfungen, bei denen Messprinzip oder Auswertung selbst entwickelt werden müssen.
Ihr seid unsicher, ob euer Vorhaben dazugehört? 5 Minuten Call reichen für eine erste Einordnung, danach wisst ihr, ob sich der Aufwand lohnt.
Vorhaben einordnen lassenWelche Kosten ihr ansetzen könnt
Der größte Hebel liegt im Bau bei den eigenen Leuten: Konstruktion, Technikum, Software und die Bauleitung, soweit sie im Erprobungsteil arbeitet. Die reinen Herstellkosten des Bauwerks gehören nicht dazu.
- Personalkosten
- Zu 100% ansetzbar, anteilig nach F&E-Zeit: Entwicklung, Konstruktion, Versuchsdurchführung, Softwareentwicklung
- Auftragsforschung
- 70% des Entgelts (für Aufwendungen bis 27.03.2024: 60%), wenn Materiallabor, Prüfinstitut oder Hochschule ihren Sitz in der EU oder im EWR haben
- Gemeinkostenpauschale
- 20% pauschal auf die direkten Projektkosten, für Vorhaben mit Beginn ab 2026
- Eigenleistungen
- 100€/h für Tätigkeiten ab 2026 (bis Ende 2025: 70€/h), für Einzelunternehmer und Mitunternehmer, max. 40 Stunden pro Woche
- Fördersatz
- 25% der förderfähigen Aufwendungen, 35% für KMU
- Bemessungsgrundlage
- Bis 12 Mio.€ pro Jahr ab 2026 (28.03.2024 bis Ende 2025: 10 Mio.€, davor 4 Mio.€); bei rückwirkenden Anträgen gelten die damaligen Höchstbeträge
- Wirtschaftsgüter
- Abschreibungen auf neu angeschaffte bewegliche Wirtschaftsgüter (z.B. Prüf- und Erprobungsgeräte) bei ausschließlicher F&E-Nutzung, Anschaffung nach dem 27.03.2024
- Nicht über die Forschungszulage
- Serien- und Produktionsinvestitionen in Baumaschinen, BIM-Einführung oder IT-Infrastruktur, dafür sind KfW- und Landesprogramme da. Förderfähig ist die Entwicklung dahinter: eigene Algorithmen, eigene Sensorik, eine neue Methodik mit offenem Ergebnis
Häufige Zweifel
Drei Sätze, die wir aus dem Bau ständig hören
Was Bauunternehmen von der Forschungszulage abhält, und was wirklich gilt:
„Wir bauen, wir forschen nicht.“
F&E im Bau steckt selten in einem Labor, sondern in der Rezeptur, im Fügedetail, im Montageablauf und in der Software. Sobald der technische Ausgang offen ist und ihr systematisch vorgeht, also Hypothese, Versuch, Iteration, seid ihr genau im Kern der Förderkriterien.
„Für den Bau gibt es doch bessere Zuschüsse.“
Das ZIM war lange die naheliegende Alternative. Seit dem 7. Juli 2026 nimmt das BMWE aber, mit wenigen Ausnahmen, keine neuen ZIM-Anträge mehr an, auch keine Projektskizzen, eine Wiederaufnahme wird frühestens für Anfang 2027 angestrebt. Die Forschungszulage ist dagegen ein steuerlicher Rechtsanspruch: kein begrenzter Fördertopf, kein Wettbewerb um Budgets, kein Antragsstopp.
„Bei uns rechnet niemand Stunden auf Projekte, das weisen wir nie nach.“
Ihr braucht dafür kein neues Zeiterfassungssystem. Bautagebücher, Aufmaße, Projektakten und Nachträge enthalten meist genug, um F&E-Zeiten einem Vorhaben zuzuordnen. Wir bringen das in die Form, die das Finanzamt später sehen will.
Ihr erkennt euch in einem dieser Sätze wieder? Dann klären wir im Call, was bei euch tatsächlich zählt.
Förderfähigkeit im Call prüfen8 Vorteile
Warum ist die Forschungszulage eine gute Fördermöglichkeit?
Im Vergleich zu klassischen Förderprogrammen ist die Forschungszulage für die meisten Unternehmen die bessere Wahl.
- 1
Rechtsanspruch
Kein Wettbewerb um Budgets: Wenn die Kriterien erfüllt sind, muss gefördert werden.
- 2
Bis zu 4 Jahre rückwirkend
Auch abgeschlossene Projekte können noch gefördert werden.
- 3
Branchenoffen
Software, Maschinenbau, MedTech, Bau: F&E ist F&E, egal in welcher Branche.
- 4
Auch ohne Gewinn
Keine Steuerlast nötig, die Zulage wird als Gutschrift ausgezahlt.
- 5
Weniger Bürokratie
Kein Projektplan vorab, keine Zwischenberichte, kein Verwendungsnachweis.
- 6
Voll digitaler Prozess
Antrag über BSFZ-Portal und ELSTER, kein Papier, kein Postweg.
- 7
Thematisch offen
Kein starrer Themenkatalog: Produktentwicklung, Prozessinnovation, alles zählt.
- 8
Breite Kostenbasis
Personalkosten, Auftragsforschung und Wirtschaftsgüter sind förderfähig.
Häufige Fragen aus dem Bau
Sprecht mit Leuten, die eure Bautechnik verstehen
Im Erstgespräch klären wir, welche eurer Vorhaben die F&E-Kriterien erfüllen und welche Kosten ihr realistisch ansetzen könnt. 5 Minuten reichen für eine erste Einordnung.
Weitere Branchen
Förderfähige F&E sieht in jeder Branche anders aus. Hier findest du, was in den anderen Branchen zählt.

Maschinenbau
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Software- und KI-Unternehmen
Forschungszulage für Software- und KI-Teams: welche Projekte förderfähig sind und woran Anträge scheitern. 25% der F&E-Kosten zurück, für KMU 35%.
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Forschungszulage für Lebensmittelhersteller: förderfähige Rezeptur-, Verfahrens- und Verpackungsentwicklung. 25%, für KMU 35% der förderfähigen F&E-Kosten.
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Automobilindustrie
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Forschungszulage für Defense-Tech und Dual-Use: warum das FZulG technologieoffen ist, wie Geheimhaltung, Dual-Use-Abgrenzung und Beschaffungsaufträge im Antrag zusammenspielen. 25%, für KMU 35%.
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