
Forschungszulage für Defense-Tech und Dual-Use: technologieoffen, aber nicht trivial
Sensorik, autonome Systeme, sichere Kommunikation, Robotik, Werkstoffe: Der Kern eurer Arbeit ist Entwicklung mit offenem technischem Ausgang, und die Personalkosten dafür sind hoch. Das Forschungszulagengesetz grenzt förderfähige Vorhaben über F&E-Kriterien ab, nicht über Branchen oder Anwendungsfelder. Heikel sind die Verfahrensfragen: Was lässt sich in einem BSFZ-Antrag beschreiben, wenn Teile eingestuft sind, und was ist eigene F&E, was Auftragsentwicklung für einen öffentlichen Auftraggeber? Diese Fragen gehören vor den Antrag. Den Antrag übernehmen wir, ihr investiert weniger als 5 Stunden in 4 Calls.
- Fördersatz für KMU
- 35%Fördersatz für KMU
- erfolgsbasiert
- 100%erfolgsbasiert
- Erfolgsquote unserer Anträge
- 92%Erfolgsquote unserer Anträge
Was in Defense-Tech und Dual-Use als F&E gilt
Das Segment wächst schnell, und die Finanzierungsseite bewegt sich: Die Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung (Juli 2026, rund 150 Einzelpunkte) sieht ein neues Vehikel für Direktbeteiligungen des Bundes an Start-ups und Scale-ups mit militärisch nutzbaren Produkten vor, und der European Innovation Council hat Accelerator und STEP Scale Up für Dual-Use geöffnet sowie ein eigenes STEP Defence Scale Up mit 100 Mio.€ Budget aufgelegt. An den Kriterien der Forschungszulage ändert das nichts. Maßgeblich sind die F&E-Kriterien des Gesetzes, die die BSFZ zu drei Prüfkriterien bündelt, nicht das Anwendungsfeld. Was die einzelnen Merkmale bedeuten:
Sensorik und Signalverarbeitung
Detektion an der Grenze von Reichweite, Störfestigkeit und Falschalarmrate, bei der offen ist, ob die geforderte Erkennungsleistung unter Realbedingungen erreichbar ist.
Autonome und unbemannte Systeme
Navigations-, Missions- und Ausweichlogik unbemannter Land-, Luft- oder Seesysteme, deren Verhalten erst in systematischen Erprobungsreihen belastbar wird.
Sichere Kommunikation
Wellenformen, Mesh-Verfahren und Kryptografie-Integration für Verbindungen, die unter Störung, Bandbreitenmangel und Latenz noch tragen sollen.
Ortung und Navigation ohne GNSS
Trägheits-, Bild- oder Magnetfeldnavigation als Rückfallebene, wenn Satellitensignale gestört oder nicht verfügbar sind, mit offener Frage nach der erreichbaren Driftrate.
Werkstoffe und Fertigung
Neue Werkstoffe, Beschichtungen oder additive Verfahren, deren Prozessfenster und Materialverhalten ihr erst erarbeiten müsst.
Robotik und Bedienkonzepte
Manipulatoren, Teleoperation und Lagebilddarstellung, bei denen Regelgüte, Latenz und Ausfallverhalten technisch ungewiss sind. Reine Oberflächengestaltung zählt nicht.
Ihr wisst nicht, welcher Teil eures Portfolios eigene F&E ist und was sich unter euren Auflagen überhaupt beschreiben lässt? Genau das sortieren wir im Call, 5 Minuten reichen für eine erste Einschätzung.
Abgrenzung im Call klärenWelche Kosten ihr ansetzen könnt
In Defense-Tech steckt der Aufwand fast vollständig in Köpfen, Prototypen und Erprobung. Der Kostenteil ist weniger heikel als die Vorhabensbeschreibung, entscheidet aber über die Höhe der Förderung.
- Personalkosten
- Zu 100% ansetzbar: Entwicklung, Konstruktion, Software, Test und Erprobung, anteilig nach F&E-Zeit
- Auftragsforschung
- 70% des Entgelts externer F&E-Aufträge (für Aufwendungen bis 27.03.2024: 60%), etwa an Institute oder Entwicklungspartner, Auftragnehmer mit Sitz in EU/EWR
- Abschreibungen
- Auf neu angeschaffte bewegliche Wirtschaftsgüter bei ausschließlicher F&E-Nutzung, etwa Mess-, Prüf- und Erprobungstechnik (Anschaffung nach dem 27.03.2024)
- Gemeinkostenpauschale
- 20% pauschal auf die direkten Projektkosten, aber nur für Vorhaben mit Beginn ab 2026. Laufende Projekte profitieren nicht automatisch
- Eigenleistungen
- 100€/h für Tätigkeiten ab 2026 (bis Ende 2025: 70€/h), für Einzelunternehmer und Mitunternehmer, max. 40 Stunden pro Woche
- Keine Doppelförderung
- Aufwendungen, für die ihr bereits eine andere Förderung oder staatliche Beihilfe in Anspruch nehmt, gehören nicht in die Bemessungsgrundlage. Bei Zuwendungen oder EU-Mitteln muss die Abgrenzung stehen
- Fördersatz
- 25% der förderfähigen Aufwendungen, 35% für KMU
- Bemessungsgrundlage
- Bis 12 Mio.€ pro Jahr ab 2026 (28.03.2024 bis Ende 2025: 10 Mio.€, davor 4 Mio.€); bei rückwirkenden Anträgen gelten die damaligen Höchstbeträge
Häufige Zweifel
Die drei Zweifel, die Defense-Teams zuerst nennen
Drei Sätze, die in Erstgesprächen mit Defense-Teams fast immer fallen, und was wirklich gilt:
„Unser Vorhaben ist eingestuft, wir können den Antrag gar nicht schreiben.“
Hängt vom Einzelfall ab: Ihr klärt mit eurem Geheimschutzbeauftragten, welche Beschreibungsebene zulässig ist, und wir prüfen, ob die F&E-Argumentation darauf trägt. Manchmal trägt ein nicht eingestufter Teilbereich die F&E-Argumentation, manchmal bleibt ein Vorhaben ehrlicherweise draußen.
„Wir sind Dual-Use, damit fallen wir durchs Raster.“
Das Forschungszulagengesetz kennt keine Branchen- und keine Verwendungszweckprüfung: Förderfähige Vorhaben sind allein über die F&E-Kriterien definiert. Anders als bei EU-Programmen mit Zivilklausel gibt es hier keine Zweckbindung. Eure Dual-Use-Einordnung bleibt wichtig, aber in Exportkontrolle, Verträgen und Compliance, die parallel laufen.
„Am Ende zahlt der Bund, für uns bleibt da nichts.“
Der eigenfinanzierte Anteil bleibt euch: Vorentwicklung, Technologiereifung, eigene Plattform- und Komponentenarbeit auf eigenes Risiko. Bei Defense-Teams liegt dort oft der größte förderfähige Block, lange bevor ein Auftrag unterschrieben ist. Reine Lieferung nach vorgegebener Spezifikation zählt nicht, diese Trennung machen wir im Antrag sichtbar.
Ihr erkennt euch in einem dieser Sätze wieder? Dann klären wir im Call, was bei euch tatsächlich zählt.
Förderfähigkeit im Call prüfen8 Vorteile
Warum ist die Forschungszulage eine gute Fördermöglichkeit?
Im Vergleich zu klassischen Förderprogrammen ist die Forschungszulage für die meisten Unternehmen die bessere Wahl.
- 1
Rechtsanspruch
Kein Wettbewerb um Budgets: Wenn die Kriterien erfüllt sind, muss gefördert werden.
- 2
Bis zu 4 Jahre rückwirkend
Auch abgeschlossene Projekte können noch gefördert werden.
- 3
Branchenoffen
Software, Maschinenbau, MedTech, Bau: F&E ist F&E, egal in welcher Branche.
- 4
Auch ohne Gewinn
Keine Steuerlast nötig, die Zulage wird als Gutschrift ausgezahlt.
- 5
Weniger Bürokratie
Kein Projektplan vorab, keine Zwischenberichte, kein Verwendungsnachweis.
- 6
Voll digitaler Prozess
Antrag über BSFZ-Portal und ELSTER, kein Papier, kein Postweg.
- 7
Thematisch offen
Kein starrer Themenkatalog: Produktentwicklung, Prozessinnovation, alles zählt.
- 8
Breite Kostenbasis
Personalkosten, Auftragsforschung und Wirtschaftsgüter sind förderfähig.
Häufige Fragen aus Defense-Tech und Dual-Use
Klärt die Verfahrensfragen, bevor ihr schreibt
Im Erstgespräch ordnen wir ein, welcher Teil eurer Entwicklung eigene F&E ist, welche Beschreibungsebene unter euren Auflagen realistisch ist und welche Kosten in die Bemessungsgrundlage gehören. Wenn ein Vorhaben nicht trägt, sagen wir das auch. 5 Minuten reichen für eine erste Einschätzung.
Weitere Branchen
Förderfähige F&E sieht in jeder Branche anders aus. Hier findest du, was in den anderen Branchen zählt.

Maschinenbau
Forschungszulage im Maschinenbau: förderfähige Projekte, Kostenarten, typische Fehler und Branchenzahlen. 25%, für KMU 35% der förderfähigen F&E-Kosten zurück.
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Software- und KI-Unternehmen
Forschungszulage für Software- und KI-Teams: welche Projekte förderfähig sind und woran Anträge scheitern. 25% der F&E-Kosten zurück, für KMU 35%.
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MedTech & HealthTech
Forschungszulage für Medizintechnik und digitale Gesundheit: förderfähige Projekte, Abgrenzung zur Zulassung. 25%, für KMU 35% der förderfähigen F&E-Kosten.
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Lebensmittelindustrie
Forschungszulage für Lebensmittelhersteller: förderfähige Rezeptur-, Verfahrens- und Verpackungsentwicklung. 25%, für KMU 35% der förderfähigen F&E-Kosten.
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Bauunternehmen
Forschungszulage für Bauunternehmen: förderfähige Vorhaben von der Betonrezeptur bis zur KI-Bauablaufplanung, ansetzbare Kosten und der Unterschied zu ZIM, KfW und Länderprogrammen.
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Automobilindustrie
Forschungszulage für Automobilzulieferer: was förderfähig ist, wie ihr Serienanlauf und OEM-Aufträge abgrenzt. 25%, für KMU 35% der förderfähigen F&E-Kosten.
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