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Was ist die Forschungszulage? Die volle Übersicht 2026

Die wichtigste F&E-Förderung Deutschlands, einfach erklärt: Was sie ist, wer sie bekommt und wie viel drin ist. Inklusive der neuen Zahlen aus dem amtlichen Evaluierungsbericht 2026.

Kostenloses ErstgesprächFragen? In 15 Minuten klären wir, ob es sich für dich lohnt.

Definition

Die Forschungszulage erstattet dir bis zu 35% deiner F&E-Kosten, auch rückwirkend mit gesetzlichem Rechtsanspruch.

Keine Grundlagenforschung nötig


Du brauchst keine wissenschaftliche Forschung. Softwareentwicklung, Produktverbesserungen und Prozessoptimierung zählen genauso, solange technische Unsicherheit dahintersteckt.

Gesetzlicher Rechtsanspruch


Kein Wettbewerb, kein Auswahlverfahren. Wenn dein Projekt die Kriterien erfüllt, muss es gefördert werden, unabhängig von der Haushaltslage.

Auch ohne Gewinn


Du musst keine Steuern zahlen, um zu profitieren. Übersteigt die Förderung deine Steuerschuld, wird der Rest als Cash ausgezahlt. Pre-profit Startups bekommen so eine echte Liquiditätsspritze.

Für wen lohnt sich das?

Ist deine Branche dabei? Höchstwahrscheinlich ja.

Entscheidend ist nicht der Industriezweig, sondern ob ihr technische Entwicklung mit Neuerungen betreibt. So verteilen sich bundesweit die Anträge:

Und egal wie groß ihr seid:

86%der Antragsteller sind KMU, 18% davon Start-ups in den ersten fünf Jahren nach Gründung

  • Software, IT & KI
  • Maschinen- & Anlagenbau
  • Elektronik, Optik & Elektrotechnik
  • Metall, Chemie & Werkstoffe
  • MedTech, Gesundheit & Life Sciences
  • Fahrzeugbau & Mobilität

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Voraussetzungen

Was du mitbringen musst

Vier formale Voraussetzungen. Alle erfüllt? Dann hast du grundsätzlich Anspruch auf die Forschungszulage.
Alle Voraussetzungen im Detail →

Steuerpflicht in Deutschland
Unbeschränkt oder beschränkt steuerpflichtig.
Kein Unternehmen in Schwierigkeiten
Kein UiS nach EU-Beihilferecht, keine Insolvenz, keine offene EU-Rückforderung.
Steuerpflichtige Rechtsform
GmbH, AG, KG, OHG, Einzelunternehmer, Freiberufler, Land- und Forstwirte, optierende Gesellschaften: alle qualifizieren.
EWR bei Auftragsforschung
Der Auftragnehmer muss seinen Sitz im EWR haben.

Zahlen & Fakten

Geringe Bürokratie, für rückwirkende Projekte und attraktive Fördersätze

Drei Werte, die dir helfen, schnell zu entscheiden, ob das überhaupt für dich relevant ist.

35%

Fördersatz KMU

auf die förderfähige Bemessungsgrundlage (25% für Großunternehmen)

4 Jahre

Rückwirkend

kannst du F&E-Aufwand der vergangenen Jahre noch einreichen

€4,2 Mio.

Maximum

Förderung pro Jahr und Unternehmen, Konzerne werden konsolidiert

Berechnung

Wie viel wäre das für dich?

Verstell die Schieber für eine Größenordnung. Endgültige Zahl bekommst du im Erstgespräch. Diese hier reicht, um zu entscheiden, ob sich der Weg lohnt.

Geschätzte Förderung€98kpro Jahr · 35% Fördersatz
4 Jahre rückwirkend€392k

Erstgespräch

In 15 Minuten finden wir gemeinsam raus, ob die Forschungszulage zu euch passt

Das klären wir direkt im Gespräch:

  • Ob eure Entwicklungsprojekte förderfähig sind
  • Welche Fördersumme realistisch ist, auch rückwirkend
  • Alle offenen Fragen, von Ablauf bis Konditionen

Such dir einen Slot, der dir passt. 15 Minuten per Video.

Kalender lädt nicht? Termin in neuem Tab auswählen

Praxisbeispiele

Klingt zu schön um wahr zu sein? Hier geförderte Projekte

Von KI über Hardware bis SaaS: diese Art von Projekten wird durch die Forschungszulage gefördert.

voize

KI-Spracherkennung für die Pflegedokumentation. Neuartige NLP-Architektur mit echter technischer Unwägbarkeit in der Erkennungsgenauigkeit.

voize

YC W23 · KI / Pflege · Forschungszulage gesichert

Case Study lesen →
Evaluierungsbericht 2026

Amtlich geprüft: Die Forschungszulage wirkt

Am 10. September 2026 hat die Bundesregierung dem Bundestag den gesetzlich vorgeschriebenen Evaluierungsbericht zum Forschungszulagengesetz vorgelegt (BT-Drs. 21/7999). Zum ersten Mal wurde die Wirkung kausal gemessen, also gegen Kontrollgruppen von Unternehmen ohne Antrag. Die Zahlen, die für deine Entscheidung zählen:

Der Haken: Bei zwei von drei Vorhaben stellt die BSFZ Nachforderungen, meist zur Neuartigkeit und zum technischen Risiko. Und nur 49% der Unternehmen mit Bescheinigung haben das Geld beim Finanzamt bisher tatsächlich beantragt.

Alle 7 Antworten aus dem Evaluierungsbericht lesen →
13,7%
Mehr F&E-Ausgabenhaben geförderte Unternehmen im Vergleich zu ähnlichen Unternehmen ohne Antrag. Beim F&E-Personal sind es 11,4% mehr.
79%
Bescheinigungsquoteder geprüften Vorhaben hat die BSFZ positiv oder teilweise positiv bescheinigt (2020–2025).
2,8%
Ablehnung beim Finanzamtder Festsetzungsanträge lehnen die Finanzämter ab. Bundesweit sind nur fünf Fälle gerichtsanhängig.
62 Tage
Bis zum BSFZ-Bescheiddauert die Prüfung im Durchschnitt, 2025 waren es bis Ende August nur 54 Tage.
89.000 €
Je Antragbeantragte Forschungszulage im Schnitt. Insgesamt wurden bisher rund 1,65 Mrd. € festgesetzt.

Mehr als ein Zuschuss: Was die Zulage im Unternehmen auslöst

Der Bericht misst nicht nur, ob Geld fließt, sondern was Unternehmen damit machen.

Eigenmittel steigen stärker als die Förderung


Geförderte Unternehmen erhöhen ihre eigenen F&E-Mittel um 20%, die staatlichen um 16,8%. Der Bericht nennt das Crowding-in: Die Zulage verdrängt keine Eigenmittel, sie zieht welche nach.Bericht S. 128Evaluierungsbericht · BT-Drs. 21/7999 · S. 128: „Gemäß den kausalen Analysen auf Basis der FuE-Erhebung bzw. des MIP in Verbindung mit den BSFZ-Daten hat die Forschungszulage zu einer Steigerung sowohl der Eigen- als auch der staatlichen Mittel für FuE geführt (FuE-Erhebung: um 20,0 % bzw. 16,8 %; MIP: um rd. 28 % und 19 %, je nach Kontrollgruppe). Der stärkere Zuwachs der Eigenmittel gegenüber der staatlichen Mittel spricht für ein Crowding-in.“

1 : 3,90


Jeder Euro Forschungszulage steht für 3,90 € abgerechnete F&E-Kosten. Das beschreibt die Kofinanzierung, nicht die kausale Wirkung, darauf weist der Bericht selbst hin.Bericht S. 128Evaluierungsbericht · BT-Drs. 21/7999 · S. 128: „Das entspricht einem rechnerischen Verhältnis von 1 : 3,9. Das bedeutet: Mit jedem Euro Steuergutschrift wurden 3,90 Euro an qualifizierten FuE-Kosten abgerechnet. Dieser Wert dokumentiert die kofinanzierende Natur des Instruments, darf jedoch nicht mit der kausalen Additionalität verwechselt werden.“

210.000 € mehr interne F&E je Unternehmen


So viel geben geförderte Unternehmen im Schnitt zusätzlich intern für F&E aus. Über alle Antragsteller sind das 1,6 Mrd. €, also ein Euro zusätzliche F&E je Förder-Euro.Bericht S. 124Evaluierungsbericht · BT-Drs. 21/7999 · S. 124: „Der durchschnittliche absolute Effekt der DiD-Regressionen auf Basis des MIP sowie der BSFZ-Daten ergibt für die geförderten Unternehmen eine Ausweitung der internen FuE-Aufwendungen von 210.000 Euro. Multipliziert man diesen Betrag mit den bisher 7.819 Unternehmen mit einer beantragten Forschungszulage ergibt das zusätzliche, interne FuE-Aufwendungen von rund 1,6 Mrd. Euro. In Relation zur bisher ausbezahlten Forschungszulage von ebenfalls rund 1,6 Mrd. Euro entspricht dies einem Euro zusätzlicher interner FuE je Förder-Euro.“

Das Team wird qualifizierter


Der Anteil an Hochschulabsolventen steigt in geförderten Unternehmen um über 3 Prozentpunkte. Der Bericht spricht von Upskilling: Die Zulage hebt nicht nur die Kopfzahl, sondern die Qualifikation.Bericht S. 112Evaluierungsbericht · BT-Drs. 21/7999 · S. 112: „Dieser steigt in den Unternehmen mit einem Antrag bei der BSFZ, gegenüber den vormals FuE-aktiven nach Antragstellung um mehr als 3 Prozentpunkte. Da im Schätzsample der Anteil der Hochschulabsolventen im Median bei 25 % (Mittel: 35 %) liegt entspricht das einem relativen Plus von rund 12,5 % (8,9 %) bezogen auf den Median (Mittelwert). Die ist ein deutlicher Hinweis auf „Upskilling“ und die Förderung geht mit einer qualifikatorischen Aufwertung der Belegschaft einher.“

Kostenloses ErstgesprächIn 15 Minuten klären wir, was die Zahlen für euer Projekt bedeuten.
Alle Originalzitate der Quellen (4)

Wörtliche Zitate aus den verlinkten Primärquellen. Jede Angabe verlinkt auf das Original.

  1. „Gemäß den kausalen Analysen auf Basis der FuE-Erhebung bzw. des MIP in Verbindung mit den BSFZ-Daten hat die Forschungszulage zu einer Steigerung sowohl der Eigen- als auch der staatlichen Mittel für FuE geführt (FuE-Erhebung: um 20,0 % bzw. 16,8 %; MIP: um rd. 28 % und 19 %, je nach Kontrollgruppe). Der stärkere Zuwachs der Eigenmittel gegenüber der staatlichen Mittel spricht für ein Crowding-in.“
    S. 128
  2. „Das entspricht einem rechnerischen Verhältnis von 1 : 3,9. Das bedeutet: Mit jedem Euro Steuergutschrift wurden 3,90 Euro an qualifizierten FuE-Kosten abgerechnet. Dieser Wert dokumentiert die kofinanzierende Natur des Instruments, darf jedoch nicht mit der kausalen Additionalität verwechselt werden.“
    S. 128
  3. „Der durchschnittliche absolute Effekt der DiD-Regressionen auf Basis des MIP sowie der BSFZ-Daten ergibt für die geförderten Unternehmen eine Ausweitung der internen FuE-Aufwendungen von 210.000 Euro. Multipliziert man diesen Betrag mit den bisher 7.819 Unternehmen mit einer beantragten Forschungszulage ergibt das zusätzliche, interne FuE-Aufwendungen von rund 1,6 Mrd. Euro. In Relation zur bisher ausbezahlten Forschungszulage von ebenfalls rund 1,6 Mrd. Euro entspricht dies einem Euro zusätzlicher interner FuE je Förder-Euro.“
    S. 124
  4. „Dieser steigt in den Unternehmen mit einem Antrag bei der BSFZ, gegenüber den vormals FuE-aktiven nach Antragstellung um mehr als 3 Prozentpunkte. Da im Schätzsample der Anteil der Hochschulabsolventen im Median bei 25 % (Mittel: 35 %) liegt entspricht das einem relativen Plus von rund 12,5 % (8,9 %) bezogen auf den Median (Mittelwert). Die ist ein deutlicher Hinweis auf „Upskilling“ und die Förderung geht mit einer qualifikatorischen Aufwertung der Belegschaft einher.“
    S. 112

Dein Weg

Soll ich es selbst machen oder eine Beratung beauftragen?

Beides funktioniert. Welcher Weg passt, hängt von Zeit, Risiko und Größenordnung ab. Laut Evaluierungsbericht laufen rund zwei Drittel aller Anträge über externe Berater. Hier die vier wichtigsten Unterschiede.

Zeitaufwand intern

Mit Beratung

Unter 5 Stunden über 4 Calls verteilt

Selbst machen

40–80 Stunden über mehrere Wochen

Erfolgsquote

Mit Beratung

95 % (eigene Anträge, letzte 4 Jahre)

Selbst machen

79% über alle Antragsteller (Evaluierungsbericht 2026)

Nachforderungen der BSFZ

Mit Beratung

Begründung aus Interviews mit deinem Tech-Team, gezielt auf Neuartigkeit und technisches Risiko

Selbst machen

Bei zwei von drei Vorhaben, meist zu Neuartigkeit und technischem Risiko

Kostenstruktur

Mit Beratung

100% erfolgsbasiert, fällig erst nach Auszahlung durch das Finanzamt

Selbst machen

Kein Honorar, dafür dein Stundenaufwand

FAQ

Was Neueinsteiger zuerst fragen

Die häufigsten Fragen aus Erstgesprächen: direkt, ehrlich, ohne Marketing.
Vermutlich doch. „Forschung“ klingt nach Laborkitteln, aber das Gesetz meint industrielle Entwicklung: alles, wo ihr eine technische Frage löst, deren Antwort nicht im Lehrbuch steht. Software-Architektur, neue Maschinen, Materialien, Algorithmen qualifizieren oft.
Es gibt das Forschungszulagengesetz (FZulG) seit 2020, beschlossen vom Bundestag. Der amtliche Evaluierungsbericht vom September 2026 weist rund 1,65 Mrd. € festgesetzte Forschungszulage aus etwa 18.600 Anträgen aus und empfiehlt, das Instrument dauerhaft beizubehalten. Es ist keine Beihilfe und kein Wettbewerb, sondern eine steuerliche Förderung mit Rechtsanspruch.
Ja. Wenn deine Steuerschuld kleiner ist als die Förderung, wird die Differenz als Cash ausgezahlt. Genau das macht die Forschungszulage für Startups so wertvoll: sie funktioniert wie eine direkte Erstattung.
Beides ist richtig, es hängt von der Unternehmensgröße ab. Der Grundfördersatz liegt bei 25% der Bemessungsgrundlage (§ 4 Abs. 1 FZulG). Kleine und mittlere Unternehmen können zusätzlich eine Erhöhung um 10 Prozentpunkte beantragen und kommen damit auf 35%. Wichtig: Die Erhöhung gibt es nicht automatisch, du musst sie im Antrag geltend machen. Als KMU giltst du nach Anhang I AGVO bei unter 250 Beschäftigten und höchstens 50 Mio. € Umsatz oder 43 Mio. € Bilanzsumme, wobei Partner- und verbundene Unternehmen mitzählen.
Faustformel: F&E-Personalkosten × 35% (KMU). Bei einem Team von 5 Entwickler:innen mit jeweils 70% F&E-Anteil sind das schnell €150–300k pro Jahr, rückwirkend für 4 Jahre also potenziell siebenstellig. Der Schnellrechner gibt dir eine konkrete Zahl in 60 Sekunden.
Zwei Schritte: BSFZ-Bescheinigung (laut Evaluierungsbericht im Schnitt 62 Tage ab Einreichung, mit Vorbereitung und Nachforderungen rechne mit 3–6 Monaten), dann Antrag beim Finanzamt via ELSTER. Auszahlung typischerweise 3–9 Monate nach Einreichung der Finanzamt-Erklärung. Über § 10 Abs. 2a FZulG lässt sich die Zulage auch mit laufenden Steuervorauszahlungen verrechnen. Du kannst während der Wartezeit ganz normal weiterarbeiten.
Der Evaluierungsbericht 2026 hat die Wirkung erstmals kausal gemessen: Geförderte Unternehmen haben ihre F&E-Ausgaben um 13,7% und ihr F&E-Personal um 11,4% stärker erhöht als vergleichbare Unternehmen ohne Antrag, ihre Eigenmittel für F&E um rund 20%. Jeder Förder-Euro löst mindestens einen Euro interne F&E-Ausgaben aus. Mitnahmeeffekte gibt es vor allem bei Großunternehmen, bei KMU überwiegt die zusätzliche Wirkung klar.
Laut Evaluierungsbericht hat die BSFZ 79% der geprüften Vorhaben positiv oder teilweise positiv bescheinigt, mit wenig Schwankung über die Jahre. Beim Finanzamt werden danach nur rund 2,8% der Festsetzungsanträge abgelehnt. Die eigentliche Hürde sind Nachforderungen: Bei zwei von drei Vorhaben fragt die BSFZ nach, fast immer zur Frage, warum das Projekt technisch unsicher und neu ist. Bei Zeitmaker liegt die Erfolgsquote über alle begleiteten Anträge bei 95 %.
Das Forschungszulagengesetz ist nicht befristet. Die erste Handlungsempfehlung des Evaluierungsberichts 2026 lautet, die Forschungszulage als dauerhaftes Element beizubehalten, und die Bundesregierung hat die Empfehlungen begrüßt. Du kannst sie also in die Mehrjahresplanung nehmen. Rückwirkend lassen sich F&E-Kosten der letzten vier Wirtschaftsjahre beantragen.

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